Imperium Romanum » Sim-On » Italia » Roma » Domus Gentium Romae » Casa Decima Mercator » cubiculum | Cnaeus Decimus Casca » Salve, Peregrinus [Anmelden|Registrieren]
Letzter Beitrag | Erster ungelesener Beitrag Druckvorschau | Thema zu Favoriten hinzufügen
Seiten (4): « erste ... « vorherige 2 3 [4] Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Zum Ende der Seite springen Cnaeus Decimus Casca
Autor
Beitrag « Älteres Thema | Neueres Thema »
Cnaeus Decimus Casca

Wohnort: Roma / Italia

WiSim: Rang #18
Halb verhungert
Essen
Kleine warme Kammer
Wohnen
Ungepflegt
Leben
Teil der Gesellschaft
Luxus

Themenstarter

Cnaeus Decimus Casca Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen
Man muss auch an die Gäste denken... Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen
13.11.2019 09:41

   
Ad Mecinia Mena, Casa Decima, Piräus

Geliebte Mutter,

mir, als deinem Sohn, ist mir ein Versäumnis aufgefallen, welches ich nun wieder gutzumachen beabsichtige. So viele lange Monate habe ich dir schon nicht mehr geschrieben und dich über mein Ergehen informiert. Das tut mir sehr leid und ich hoffe, du nimmst es mir nicht allzu übel. Die Zeit stand für mich niemals still, auch wenn ich es mir noch so sehr gewünscht hätte. Außerdem, und das wird dir zur Freude gereichen, habe ich eine wundervolle Frau kennen gelernt, welche ich in Bälde zu ehelichen gedenke. Ich bin mir sicher, du wirst sie sehr mögen und schätzen. Sie ist eine sehr schöne Frau, deren Liebreiz mich betört. Außerdem – und das schreibe ich, weil du sehr viel Wert darauf legen wirst – ist sie tüchtig und eine erfahren in der Haushaltsführung. Es wäre uns beiden eine große Ehre und Freude, wenn du als Ehrengast auf unserer Hochzeit erscheinen würdest und vorab sei gesagt, dass wir dir nicht gerne die Bürde dieser langen Reise auferlegen. Solltest du also abgeneigt sein, in Persona nach Rom zu reisen, so würden wir dies sehr bedauern, doch letzten Endes auch verstehen.

Von Massa habe ich in letzter Zeit nicht viel gehört, doch kann ich dir sagen, dass Vetter Serapio wohlbehalten in Rom zurück ist. Wir sind alle sehr erleichtert darüber.

Doch nun, liebe Mutter, werde ich diesen Brief zum Abschluss bringen müssen, da noch viel Arbeit auf mich wartet. Im Tempel und in der Vorbereitung der Ehefeierlichkeit.

Mögen stets die Götter über dich wachen und möge deine Gesundheit eisern sein!

Ich verspreche, dir in Bälde sehr ausführlich zu berichten, was sich in meinem Leben zuträgt.

Dein Sohn,










Kaum zu glauben, aber wahr! Da hatte ich doch tatsächlich meine alte Mutter aus Piräus eingeladen. Auch wenn sie nun nicht physisch anwesend war, so schlug mein Herz doch einen Schlag flotter, als noch zuvor. Es war ein Versäumnis gewesen, dass ich ihr so lange nicht geschrieben hatte und wahrscheinlich war ihre Wut auf mich in all der Zeit ins Untermessliche geschrieben. Umso besser war es, ihr eine gute Nachricht zu übermitteln, damit sie sich in dem Umstand sonnen konnte, dass wenigstens einer ihrer Söhne nun bald unter die Haube fand und ihr eine Schar Enkelkinder in Aussicht stellte.

Ich seufzte schwer, als ich mir mein Schreiben noch einmal durchlas. Dann hielt ich es meinem Sklaven Muckel hin, der danach griff und ebenfalls noch ein Auge darauf warf.

“Sie wird erfreut sein!“, sagte er im zweifelhaften Tonfall eines Menschen, der sich seiner Sache nicht sicher war.
“Nun ja,“, entgegnete ich. “Ich hoffe nur, sie wird die weite Reise nicht wagen!“ Betreten schaute ich meinem Sklaven entgegen. “Du weißt ja wie sie ist. Immer mit dem Kopf durch die Wand. Ich befürchte, wir werden in Rom vor ihr nicht mehr sicher sein.“
“Und wenn du ihr den Brief gar nicht schickst!?“

Ich dachte kurz darüber nach, schüttelte dann aber den Kopf. In meiner Erinnerung war meine Mutter eine jener Frauen, die glückselige Momente ihrer Söhne tausend Meilen gegen den Wind rochen und danach nichts besseres zu tun hatten, als mit wehenden Fahnen herbei zu eilen, um dieses Glück durch weise Ratschläge und dergleichen zu trübe. Außerdem war es besser, sie würde es von mir erfahren, als über irgendwelche Umwege. Man konnte schließlich nie wissen. Und was dann geschehen würde, würde alles in den Schatten stellen, was meine Mutter bisher an Dingen vollbracht hatte. Sie würde mich bis in meine Träume verfolgen…. So zumindest malte ich mir das aus.

“Nein Muckel. Du gehst los und gibst ihn gleich auf! Dann haben wir es hinter uns.“ Ich seufzte noch einmal. Ein wenig Abwechslung würde nun gut tun. Mal nicht arbeiten, sondern einfach etwas für das Gemüt. Kurz überlegte ich, ob ich nach Grian schicken lassen sollte. Immerhin betrachtete ich sie gerne und die Gefühle, welche sie in mir provozierte waren zwar immer recht stürmisch, aber weitaus weniger ernst und innig, wie jene Valentina gegenüber. Diese Gefühle als fleischliche Gelüste zu beschreiben lag mir fern, auch wenn es wohl jeder andere so genannt hätte. Mir selbst klang es einfach zu profan.

“Ich werde dich in die Stadt begleiten. Pack ein paar Sachen für die Therme ein, mir ist nach ein wenig Abwechslung!“, trug ich meinem Sklaven auf. “Und besorg‘ Blumen für Valentina!“

“Ich habe ihr schon einen ganzen Strauß schicken lassen!“, maulte mein Sklave. “Wie jeden Tag!“

Ich nickte zufrieden und erhob mich dann von meinem Schreibtisch. Dann allerdings fiel mir noch etwas ein und ich setzte mich wieder hin, um noch ein paar Zeilen nieder zu schreiben.

   
Ad Gaius Iulius Caesoninus, Casa Iulia, Roma

Mein lieber Freund,

da wir uns eine Weile nicht gesehen haben, möchte ich dir auf diesem Wege noch einmal herzlich für die Einladung zu der schönen Feier in deinem Hortus danken. Meiner Verlobten und mir ist es wohl ergangen und wir schwärmen noch heute davon. So möchte ich ebenso eine Einladung aussprechen, und zwar zu einem kleinen Essen in der Casca Decima, wo wir trefflich disputieren und über deinen hervorragenden Weinkeller fachsimpeln können. Bitte bringe doch den verantwortlichen Sklaven für dieses Kleinod mit. Teile mir doch bitte einen passenden Termin mit.

Grüße an dich und deine Familia,
Decimus Casca



Auch dieses Schreiben drückte ich Muckel in die Hand, um mich dann für die Therme bereit zu machen.


13.11.2019 09:41 Cnaeus Decimus Casca ist offline E-Mail an Cnaeus Decimus Casca senden Beiträge von Cnaeus Decimus Casca suchen Nehmen Sie Cnaeus Decimus Casca in Ihre Freundesliste auf
Cnaeus Decimus Casca

Wohnort: Roma / Italia

WiSim: Rang #18
Halb verhungert
Essen
Kleine warme Kammer
Wohnen
Ungepflegt
Leben
Teil der Gesellschaft
Luxus

Themenstarter

Cnaeus Decimus Casca Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen
Kannste was, biste was... Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen
16.11.2019 07:15

[...]

| Nepomuk


“M U C K E L!“, brüllte ich, als ich sah, was in meinem Heiligtum los war. Mein Sklave, der mir schon seit Kindertagen diente, fuhr zu mir herum. In der Hand hielt er noch eine meine Tunikas. Eine, welche unter den anderen aus meiner Truhe herausgefunden hatten und sich nun in einem Berg auf dem Boden türmten. Schnell eilte ich in den Raum, der obendrein mit einigen Schriftstücken übersäht war, die sowohl auf dem Schreibtisch, als auch auf dem Boden herum verteilt lagen. Mein Bett war noch immer zerwühlt von der Nacht und auch befand sich noch die ein oder andere Speiseplatte wohldrappiert auf meinen Laken. Eine geleerter Weinkrug ergoss seine letzten Tropfen auf die Abrechnung, welche ich gedachte zu meinem Sägewerk nach Mantua zu schicken. “WAS GEHT HIER VOR?“, wollte ich lautstark wissen, wobei ich mir natürlich auch meiner eigenen Verfehlung an diesem Chaos bewusst war. Doch musste das mit den Tunikas wirklich sein?
“Ich überprüfe die Stoffe Mottenfraß!“, empörte ich mein Sklave auch sogleich, indem er mir entrüstet entgegen schaute und offenbar überhaupt nicht einsehen wollte, warum mir gerade das noch mehr zu peinlichen Gefühlen gereichte.
“Nun… ich… ja…,“, begann ich dann, trat zur Gänze in den Raum und fegte mit dem Fuß das ein oder andere Subligarium unter den Stoffhaufen. Scheinbar hatte auch meine Unterwäsche ihren Weg aus der Truhe gefunden.
“Muss das jetzt sein?“, herrschte ich Muckel weiter an. Dann drehte ich mich herum und lächelte Grian entgegen. “Also…,“ wollte ich fortfahren, doch so recht fiel mir in diesem Augenblick auch gar nichts ein. Schnell war ich also wieder bei meinem Leibdiener. “Nun sieh‘ zu, dass du aufräumst!“, brachte ich noch immer empört heraus und wedelte dazu auffordernd mit beiden Händen.
Wieder zu Grian gewandt sagte ich: “Setz‘ dich doch! Damit wir… nun ja… reden können.“ Ich deutete auf einen Stuhl, der meinem Schreibtisch gegenüber stand. Zu diesem schritt ich auch sogleich, räusperte mich und ließ mich ebenfalls sinken.
“Scheint alles in Ordnung zu sein! Einige Kleidungsstücke des Livianus hat es schlimm erwischt, haben die anderen Sklaven gesagt, aber deine scheinen nicht betroffen zu sein!“
“Wunderbar!“, erklärte ich daraufhin und lächelte Grian an. Ein wenig hilflos, aber immerhin. “Ich hoffe… du bist auch mit dem Aufräumen vertraut?“, wollte ich dann wissen und richtete mich unter diesen Worten hausherrenhaft in meinem Stuhl auf.


16.11.2019 07:15 Cnaeus Decimus Casca ist offline E-Mail an Cnaeus Decimus Casca senden Beiträge von Cnaeus Decimus Casca suchen Nehmen Sie Cnaeus Decimus Casca in Ihre Freundesliste auf
Seiten (4): « erste ... « vorherige 2 3 [4] Baumstruktur | Brettstruktur
Gehe zu:
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Imperium Romanum » Sim-On » Italia » Roma » Domus Gentium Romae » Casa Decima Mercator » cubiculum | Cnaeus Decimus Casca
Homepage des Imperium Romanum  |  Impressum
Powered by: Burning Board 2.3.6 © 2001-2003 WoltLab GmbH